Die 3 größten Gefahren beim Wandern

Januar – April 2022: 16 tödliche Wanderunfälle in Bayern. Im gesamten Jahr 2021 waren es 55 – „ein trauriger historischer Rekord“, sagt Stefan Sonntag, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd.*

Wandern boomt – nicht erst seit wir durch Corona Anfang 2020 am Reisen gehindert wurden. Viele Alpenregionen in Bayern wie das Allgäu oder das bayerische Voralpenland erleben immer höhere Besucherzahlen. Mit der Besucherzahl in den Bergen stiegen auch die Einsätze der Bergwacht.

Was sind nun die 3 größten Gefahren beim Wandern und Bergsteigen (ohne Seilsicherung)?

1. Gefahr beim Wandern: Mensch

Wie kann der Mensch, der Erholung und Entspannung beim Wandern sucht, die größte subjektive Gefahrenquelle sein? Die größte Gefahr geht von schlechter körperlicher Verfassung aus: Unfallursache Nummer 1 bei tödlichen Bergunfällen ist Herz- und Kreislaufversagen. Mangelnde Fitness, Vorerkrankungen wie Bluthochdruck, hoher Cholesterinspiegel oder Diabetes erhöhen das Risiko. 

Konditionsschwache und ungeübte Wanderer ermüden schneller und ihre Konzentration lässt nach. Selbstüberschätzung und mangelnde Vorbereitung sind weitere Gefahren, die vom Wanderer selbst ausgehen. Sie führen dazu, dass Wanderer in zu schwieriges Gelände geraten oder die Orientierung verlieren.

2. Gefahr beim Wandern: Verhältnisse

Wandern ist ein Outdoor Sport. Gerade Menschen, die mit dem Wandern anfangen, unterschätzen häufig den Einfluss der Witterung beim Bergwandern. Sonne und UV-Strahlung können den Körper schwächen. Nebel und Schnee erschweren die Orientierung, Regen und Feuchtigkeit machen den Boden rutschig, Nässe und Wind kühlen den Körper aus.

Gerade die Wetterverhältnisse sollten bereits VOR der Wanderung im Wetterbericht geprüft und während der Tour beobachtet werden. So können Wanderer verhindern, dass sie in schlechtes Wetter oder in die Dämmerung geraten. Im Frühling und im Herbst sind die wesentlich kürzeren Tage eine weitere Gefahrenquelle.

3. Gefahr beim Wandern: Gelände

Steinschlag kann es auch auf ausgewiesenen Wanderwegen geben. Auslöser sind häufig andere Wanderer oder auch Tiere. Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht oder starke Regenfälle können dazu führen, dass sich Steine von selbst lösen.

Absturzgefahr droht nicht nur in senkrechten Felswänden: Stürze, Stolpern oder Ausrutschen am Wanderweg zählt nach Herz- Kreislaufversagen zu den häufigsten Todesursachen am Berg. Auslöser für diese Unfälle sind ein Moment der Unachtsamkeit oder Ermüdung. Dabei muss das Gelände nicht einmal ausgesetzt oder steil sein. Sehr oft passieren diese Unfälle auch beim Abstieg, auf Altschneefeldern oder in leichtem Gelände.

Schneefelder sind speziell im Frühling eine große Gefahr. Im Tal ist alles grün, aber oberhalb der Baumgrenze liegt noch viel Schnee. Diese Schneefelder können die Orientierung und das Vorankommen erschweren oder zur Absturzgefahr werden.

Wie denkst Du darüber? Bist Du einer der 3 Gefahren beim Wandern schon mal begegnet? Möchtest Du lernen, wie Du diese 3 größten Gefahren beim Wandern minimieren kannst? Dann melde Dich gerne für ein Beratungsgespräch bei mir. Wir klären zusammen, mit welchem individuellen Programm ich Dich unterstützen kann.

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